Warum ich nicht mehr mit Swiss fliege

Der Hinflug nach Shanghai erfolgte mit der Lufthansa in einem A380, Frankfurt – Shanghai direkt. Nach einem netten Plausch mit der Dame beim Check-In, war es ein sehr entspannter und trotz Economy-Class recht komfortabler Flug, nicht zuletzt da der mittlere Sitz freiblieb und dadurch etwas mehr Platz war.

Swiss Airline, Airport Shanghai, China

Der Rückflug erfolgte mit Swiss über Zürich. Bisher hatte ich mit der Swiss immer gute Erfahrungen gemacht. Dies sollte sich auf diesem Flug ändern. Schon beim Einsteigen fiel mir die doch recht alte Ausstattung des A340-300 auf. Sitzplatz 23D sollte mir aber wenigstens mehr Beinfreiheit garantieren.

Nachdem mein Handgepäck verstaut war und ich platzgenommen hatte, fielen mir zwei Dinge auf: 
1. Der Platz ist extrem schmal. 
2. Der Platz ist schlecht gepolstert und sehr hart, offensichtlich eine sehr alte Bestuhlung.

Bild von: seatguru.com

Bild von: seatguru.com

Um die „Fernbedienung“ des sogenannten „Entertainment-Systems“ seitlich aus der Armlehne nehmen zu können musste ich jedes mal aufstehen. Nach einigen Stunden Flug machte sich dann die schlechte Polsterung der Sitze bemerkbar und ich versuchte mit meiner Decke den Platz etwas weicher zu polstern.

Aber dies ist nur ein kleiner Teil meines Unmutes gegenüber Swiss, auch wenn ich nicht ganz nachvollziehen kann, warum man Flugzeuge mit gefühlt 15 Jahre alter Ausstattung betreibt.

Reihe 23 ist im A340-300 die erste Reihe nach der Business-Class. Das heißt auch, dass dort der Service der Economy-Class beginnt. Die Flugbegleiter/innen kommen also von hinten neben einen gerollt und beginnen den Service. In meinem Fall hat es die Dame sage und schreibe dreimal geschafft beim Öffnen der Flaschen etwas über meinen Arm zu schütten. Zweimal Wasser und einmal Wein. War es beim Wasser noch nicht so tragisch, ging es mir beim dritten Mal mit dem Wein ziemlich auf die Nerven. (Es war ein sehr ruhiger Flug, keinerlei Turbulenzen beim Service). Was mich daran aber am meisten störte, war das Schulterzucken der Flugbegleiterin. Von einer Entschuldigung keine Spur.

Das Fass den Boden ausgeschlagen hat dann aber ein Kollege von ihr. Meine Frage, ob es möglich sei ein zweites Kissen zu bekommen, wurde mit den Worten „Sie haben bereits eins, schauen Sie wie Sie damit klarkommen“ beantwortet. Dies ließ mich dann doch recht sprachlos zurück.

Ich kann immer verstehen, wenn man einmal einen schlechten Tag hat. Hier scheinen jedoch alle Flugbegleiter einen extrem schlechten Tag gehabt zu haben. Den Rotweinfleck in meinem Hemd entfernt dies jedoch auch nicht mehr...